Vorstellung der Werkfeuerwehr InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG

Der Chemiepark GENDORF ist ein Standort mit langer Geschichte und großer Zukunft.
Vor mehr als 75 Jahren gegründet, ist der in Burgkirchen an der Alz ansässige Chemiepark der größte seiner Art in Bayern, mit 30 Unternehmen und 4.000 Mitarbeitern.
Und er wächst weiter – dank einer leistungsfähigen Infrastruktur, großer Frei- und Erweiterungsflächen sowie einer Betreibergesellschaft mit hochwertigen Standortservices.

Die seit 1941 anerkannte Werkfeuerwehr verfügt über 56 Einsatzkräfte, welche im 24h-Schichtmodell ihren Dienst unter der Leitung von Alfred Kronwitter verrichten.
Je Schicht sind 14 Funktionen anwesend, welche sich in zwei Staffeln, zwei Staffelführer, einen Einsatzleiter und eine Einsatzkraft in der Einsatzleitzentrale gliedern.

Der Lehrgang Brandschutzfachkraft IHK oder die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann IHK stellt die Mindestanforderung an die Einsatzkräfte dar,
um den Dienst verrichten zu können. Die Meisterebene setzt den Industriemeister Fachrichtung Brandschutz voraus, die Einsatzleiterebene, die Ausbildung zum Brandoberinspektor.

Täglich wird mindestens eine Übungsstunde absolviert. Dies bedeutet, dass jeder Mitarbeiter ca. 120 Übungsstunden pro Jahr erbringt.
An Sonntagen werden auch Übungen größeren Umfangs abgehalten, wobei einmal im Jahr eine Großübung mit über 100 Teilnehmern stattfindet.

Zu den Zusatzaufgaben der WF-Mitarbeiter zählen unter anderem die Wartung der Atemschutztechnik, der Feuerlöscher, der Geräte und Schläuche, sowie der Feuerwehrfahrzeuge.

Fahrzeugtechnisch stehen der Wehr 15 Fahrzeuge zur Verfügung. Darunter befinden sich ein ELW 1, ein KdoW, drei Industrie-LF, ein Teleskopmast TM38,
ein Großlüfter und zwei RTW, um nur die Wichtigsten zu nennen. Des Weiteren befinden sich zwei Wechsellader im Fuhrpark,
welche die vier verschiedenen Abrollbehälter AB Sonderlöschmittel, AB Schlauch, AB Mulde und AB Turbo-Hydro-Jet Modul transportieren können.

Auch auf die verschiedensten Löschanlagen müssen die Mitarbeiter geschult sein. Neben Sprinkler-, Pulver- und Sprühflutanlagen gehören auch Stickstoff- und Schaumlöschanlagen.
Letztere sind sowohl stationär als auch halbstationär vorhanden.

Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die Werkfeuerwehr GENDORF in das TUIS-System eingebunden ist.
TUIS ist das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der deutschen und österreichischen chemischen Industrie. Hierbei fungiert die eigene Einsatzzentrale als TUIS Notrufzentrale.
Rund um die Uhr können Experten der Stufe 1 erreicht werden. In Stufe 2 der Leistungen kommt ein Fachberater zur Einsatzstelle und unterstützt durch das Fachwissen die örtliche Feuerwehr.
In Stufe 3 kommen Gerätschaften der Werkfeuerwehr zum Einsatz. Hierzu werden unter anderem Spezialgerätschaften, bspw. für Chlorunfälle oder auch Aufgleis-Sets für Unfälle mit Bahnfahrzeugen vorgehalten.

Als großer Vorteil erweist sich auch eine ehemalige Eissporthalle in unmittelbarer Nähe zum Chemiepark,
welche zur Durchführung von Lehrgängen im Feuerwehr-Ausbildungs- und Kompetenzzentrum durch die InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG betrieben wird.

 

© Text: Jan Micheler (Redaktion WFV Bayern e. V.)
© Bild: Werkfeuerwehr InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG