Im Einsatz für einen "Global Player" - die Werkfeuerwehr Siemens Erlangen

Für einen Weltkonzern wie Siemens ist es wichtig, dass der Betrieb reibungslos läuft.
Dazu trägt auch die werkseigene Feuerwehr bei. Am Standort Erlangen mit rund
23.000 Mitarbeitern wächst der 54 Hektar große Siemens-Campus im Süden der Stadt, so dass dort die alte Wache der Werkfeuerwehr weichen musste.
Stattdessen sorgen die Siemens-Feuerwehreinsatzkräfte nun von einem neuen Feuerwehrhaus im Erlanger Westen aus für den nötigen Brandschutz.
 
Der Übungsturm und die Feuerwache im Erlanger Westen sind neu gebaut, und erst vor einem knappen Jahr von den fünfzehn Hauptberuflichen bezogen worden.
Zum Fuhrpark zählen ein HLF 20, Drehleiter, GWG, GWL und KLAF. Weiterhin werden noch einige Kleinfahrzeuge als MzF vorgehalten.
Aus zwei Siemens-Standortfeuerwehren sind die Fahrzeuge nun in einer Halle in der neuen Wache West zusammengeführt worden.
Dort befindet sich auch der mobile Großventilator MGV, um große Hallen oder Flächen entrauchen oder Wassernebel verteilen zu können: »Wir setzen ihn beispielsweise bei Ammoniak-Austritten an Kälteanlagen ein«.
Auch ein Glasflaschen-Bergebehälter steht in der der Feuerwehrhalle bereit.
Mit 300 bis 600 Alarmierungen ist die Siemens Werkfeuerwehr in Erlangen gut beschäftigt.
Sturm- und Wasserschäden machen einen großen Teil der Einsätze aus, hinzu kommen kleinere Brände sowie Gefahrgut- und Strahlenschutzeinsätze sowie interne technische Hilfeleistungen.
Aufgrund des Siemens-Campus Bauprojektes, bei dem bis 2030 Aufgrund des Siemens-Campus Projektes, bei dem bis 2030 zahlreiche neue Büros entstehen,
musste die Werkfeuerwehr aus dem Erlanger Süden in den Westen der Stadt umziehen. Dort befindet sie sich nun in unmittelbarer Nähe zum Fertigungsbetrieb des Gerätewerkes,
wo Steuerungseinheiten und Schaltschränke gebaut werden. Ansonsten entwickelt Siemens in Erlangen noch Computertomografen und Medizintechnik, Straßenbahnen und Züge sowie hocheffiziente Gas- und Dampfturbinen, sowie Motion-Control-Systeme.
 
Was die Werkfeuerwehr angeht, gibt es zum einen die neue Wache West, sowie drei Gerätehäuser in Erlangen Mitte, Süd und Nord mit jeweils einer Löschgruppe und Einsatzfahrzeugen.
Zu den 15 hauptberuflichen Feuerwehrmännern kommen noch ca. 60 Nebenberufliche, die nicht nur während ihrer Arbeitszeit ausrücken, sondern auch in ihrer Freizeit alarmiert werden.
Neben der Fahrzeughalle liegt die Dekontaminationshalle mit Grube, in der das Waschwasser von verunreinigten Fahrzeugen und Schutzanzügen gesammelt, auf Schadstoffe untersucht und ggf. abgelassen werden kann.
Daran schließen sich Kfz-Werkstatt mit Hebebühne und ein weiterer Raum an, in dem unter anderem die rund 12.000 Feuerlöscher aus den zahlreichen Siemens-Gebäuden gewartet werden.
Im Erdgeschoß befindet sich auch die Atemschutzwerkstatt, wo auch die spezielle Ausrüstung für Strahlenschutz- und Gefahrstoffeinsätze lagert.
 
Im Obergeschoß befindet sich das Büro der Fitnessraum, Lagerräume und Technikräume. Außerdem sind im ersten Stock der neuen Feuerwache noch die Schlafräume, Küche und ein Atrium untergebracht, zudem ein Besprechungs- und ein Schulungsraum.
Die Brandschutzhelfer-Ausbildung (Theorie) mit jährlich rund tausend Siemens-Mitarbeitern findet hier statt.
Die Praxis schließt den Kurs ab, der rund um den Übungsturm mit dem mobilen Löschtrainer und den angebauten Wandhydranten, durchgeführt wird.
Der 14 Meter hohe Übungsturm dient der Feuerwehreigenen Ausbildung wie auch den dort stattfindenden Höhensicherheitsausbildungen für Siemensmitarbeiter die weltweit auf Baustellen im Einsatz sind.
 
Text / Bilder: Werkfeuerwehr Siemens Erlangen