Wie man bei einer Pandemie merkt, wer und was wirklich zählt

Das Corona-Virus stellt manches auf den Kopf. Die Wirtschaft schwächelt, an den Märkten herrscht angespannte Unsicherheit.
In solchen Zeiten gilt Zusammenhalt als höchste Tugend. Das Netzwerk von Werk- und Betriebsfeuerwehren bildet hierbei vielerorts ein unsichtbares Rückgrat.
Dazu ein Beispiel aus Bayern.

Am Mittwoch, den 29. April um kurz vor 10 Uhr machte eine dringende E-Mail bei den Mitgliedern des Werkfeuerwehrverbands Bayern e.V. - Arbeitsgemeinschaft Betrieblicher Brandschutz - die Runde.
Der Geschäftsführer Stefan Deschermeier bat um Hilfe.

In München hat der bayerische Freistaat ein zentrales Lager zur Sicherstellung von Versorgung, Logistik und Transport im Rahmen der Pandemie eingerichtet.
Neben Schutzausrüstung werden dort auch große Mengen an Desinfektionsmittel gelagert. Durch kurzfristige Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden zusätzliche fahrbare Pulver-Löscher benötigt.
Konkret ging es um den Bedarf von 6 x 50 kg fahrbaren P50 ABC-Feuerlöschern, alternativ um größere Einheiten (P100 oder P250), selbstverständlich geprüft und einsatzbereit, gerne auch gebraucht.
Deschermeier bat um sehr zeitnahe Rückmeldung bis 17 Uhr des gleichen Tages.  

Bis zum Meldeschluss gingen 12 (!) positive Antworten in der WFV Bayern Geschäftsstelle ein. Die Rückmeldungen wurden erfasst und als Übersicht dem Betreiber des Zentrallagers übergeben.

Stefan Deschermeier kommentierte diese Rückmeldungen:
„Die Hilfsbereitschaft war riesig. Fast im Minutentakt kamen am Abfragetag die Rückmeldungen in der Geschäftsstelle an. Von 12 kg Hand-Feuerlöschern bis zu 250 kg fahrbaren Löschern – war alles dabei!“

 

Der Betreiber setzte sich mit einigen Spender-Firmen in Verbindung, darunter auch mit der Wacker Chemie AG.  
Von der Werkfeuerwehr am Standort Burghausen wurden kurzfristig 10 Stück P50 Feuerlöscher bereitgestellt.
Somit ergänzt die Spende der Wacker Chemie AG die bereits von der Werkfeuerwehr Flughafen München bereitgestellten Feuerlöscher im Bayerischen Zentrallager.

Der Betreiber bedankte sich umgehend per E-Mail und persönlichem Anruf sehr herzlich beim Werkfeuerwehrverband Bayern e.V. und seinen Mitgliedern. „Ihre Unterstützung war sehr hilfreich.“

Eine tolle Geste, die Mut macht! Allen spontanen Unterstützern aus dem Kreis der Mitglieder möchte der Vorstand im Namen des Werkfeuerverbandes Bayern e.V. ebenfalls Dank sagen!

 

Auf dem Bild: Dr. Niels Friede (Leiter Gefahrenabwehr/Brandschutz) und Vorsitzender des WFV Bayern Martin Wilske

 

© Bild: Wacker Chemie AG